
Arbeitsrealitäten von FLINTA* Theaterschaffenden // Kunst Macht und Auschluss
Der Boyz Club lädt ein zu Tischgesprächen und Artist Talk.
Theater – aber unter welchen Bedingungen? Von dieser Frage aus öffnen wir einen Gesprächsraum über Lebens- und Arbeitsrealitäten in den Darstellenden Künsten sowie über die wichtige Rolle von Vernetzung für gegenseitige Unterstützung. Das Festival bringt wichtige feministische Themen auf die Bühne. Wir wollen den Blick auch auf das richten, was hinter den Kulissen passiert: Wie entstehen Inszenierungen? Welche Machtverhältnisse prägen Proben und Produktionen? Wie steht es um Repräsentation auf und hinter der Bühne? Gemeinsam sprechen wir über aktuelle feministische Debatten in der Theaterszene und darüber, wie sie unsere tägliche Arbeit beeinflussen. Feministische Perspektiven sollen nicht nur Trend sein, sondern langfristig Teil künstlerischer Praxis werden. Für den thematischen Input geben zwei Künstlerinnen aus dem Festivalprogramm, Camila Ivana Vargas und Lilly-Marie Vogler, Einblicke in ihre Arbeit. Eingeladen sind alle FLINTA* Theaterschaffenden: Regiepersonen, Musiker:innen, Bühnenbildner:innen, Kostümbildner:innen, Dramaturg:innen und Spieler:innen. Es gibt Kaffee und Gebäck, Zeit für Vernetzung und Austausch.
Von:
Boyz Club
Regie:
Boyz Club
Der "Boys Club" hat sich in den letzten Jahren zu einem Synonym für strukturellen Machtmissbrauch und Vetternwirtschaft entwickelt. Auch der Theaterbetrieb bleibt von dieser Praxis nicht verschont. Es gibt sie auch hier: Die Jungs, die in lockeren Runden an Premierenfeiern zusammenstehen, sich Jobs zuschieben und sich untereinander absprechen.
Aber es gibt auch uns. Die, für die dieser exklusive "Boys Club" verschlossen bleibt. Stattdessen wird „jung & weiblich“ zum oft gehörten Trope im Theater. Zu oft hören wir, dass wir „woke“ und „gefragt“ sind — dabei geht es selten um unsere Kunst, sondern eher um eine Repräsentation im Spielplan. Für gewisse Positionen ist eine „junge, weibliche Regisseurin mit Frauenteam“ doch besser verkäuflich als der „weiße alte Mann“.
Unser „Boyz Club“ ist der Gegenentwurf. Wir sind die Antithese, wir sind das Außen. Wir arbeiten an unserer eigenen Abschaffung, weil es längst kein Innen und Außen mehr geben sollte. Wir wollen soziale Räume ohne Barrieren — für alle. Wir feiern die Vielfalt von FLINTA* im Theater und schaffen Sichtbarkeit. Wir sind viele. Und wir sind mehr als nur jung/queer/weiblich.
Arbeitsrealitäten von FLINTA* Theaterschaffenden // Kunst Macht und Auschluss
Von:
Boyz Club
Regie:
07.03.2026
Ticketverkauf startet in Kürze



