Wie viel Ungewissheit erlauben wir der Kunst noch? Keine Ahnung. Also geben wir uns fünf Tage.

Das Studio-L ist die neue alte zweite Spielstätte des Ballhauses. Zum Ausprobieren, Verwerfen, Scheitern und Weitermachen. Für eine Idee, von der wirnoch nicht wissen, ob sie funktioniert. Für eine Fragestellung, die dringend ist aber vielleicht zu nichts führt. Für künstlerische Forschung. Begrenzt in Zeit und Raum. 5 Tage Proben. Zwei Aufführungen. In dieser einen Woche bekommen Künstler:innen, Kollektive und Research-Gruppen die Möglichkeit, einer Idee zu folgen, ohne schon vorher wissen zu müssen, wo sie ankommt. Das Konzept produziert in der Spielzeit 26/27 pro Monat eine Premiere. Eigentlich braucht man mehr Zeit. Und auch mehr Geld. Vielleicht stimmt das. Vielleicht aber auch nicht. Bis wir es wissen, machen wir weiter. Irgendwas wie Theater.

Den Raum haben wir dafür verändert. Die Rückwand des Studios wird digital. Einegroße LED-Fläche gibt eine neue Tiefe und kann den Raum verwandeln. Unmittelbar. In Film, Livestream oder Games. In soziale Medien, KI-generierte Bilder oder einfach eine leere weiße Fläche. Mit dem Studio-L wollen wir Bedingungen schaffen, damit Ästhetiken ausprobiert werden können. Neues entstehen kann. Das Medium Theater befragen. Dabei braucht nicht jede Frage sofort eine Antwort. Nicht jeder Versuch muss funktionieren. Das Scheitern ist einkalkuliert. Vor Publikum.

Was kann in fünf Tagen passieren?

Ziemlich viel. Wer sich schon mal 5 Tage in einem Berliner Club verbracht hat, kann davon erzählen. Oder eben auch nicht mehr. Wer schon mal 5 Tage mit seiner Familie zusammen war und sehnsüchtig an Berlin gedacht hat wahrscheinlich auch. Wer schon mal fünf Tage an irgendeiner Grenze irgendwo gewartet hat, sowieso. In fünf Tagen kann eine jahrelange politische Karriere enden. Oder eine beginnen. Fünf Tage können reichen für einen Song, den dann alle kennen. Für ein Video, das millionenfach geteilt wird. In fünf Tagen kann einen die ganze Welt lieben oder hassen lernen. Das Verhältnis von Raum und Zeit verschiebt sich. Und darauf wollen wir reagieren. Nach fünf Tagen kommt das Publikum rein. Was bis dahin nicht fertig ist, ist nicht fertig. Vielleicht wird es auch scheisse. Aber dann haben wir es wenigstens probiert. Darum geht es. Zur selben Zeit. Im selben Raum. Zusammen LIVE.

Nameless

von:

Regie:

Ufuk Tan Altunkaya

Studio L

Audio-Walk

Nameless

von:

Regie:

Ufuk Tan Altunkaya

Studio L

Audio-Walk

Raus aus der Bubble - Rein in den Storm

von:

Regie:

Christian Bojidar

Studio L

Raus aus der Bubble - Rein in den Storm

von:

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Christian Bojidar

Studio L

Blue Zone

von:

Dystopia by K

Regie:

Studio L

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Studio L

Marilyn

von:

Ira Wedel

Regie:

Studio L

Theater

Marilyn

von:

Ira Wedel

Regie:

Studio L

Theater

Marilyn

von:

Ira Wedel

Regie:

Studio L

Theater

Kozalar

von:

Regie:

Ufuk Tan Altunkaya

Studio L

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