Meine Sprache heißt Wut

Während die politische Elite um die    Bedeutungshoheit ringt, sind die sozialen Medien zu einem politischen Raum    mutiert, der längst die Realität formt. Aktivistische Taktiken, Trollfabriken    und -gruppen und ein Geschäftsmodell, das auf Wut und Empörung basiert,    radikalisieren unsere Gesellschaft. Die Fronten verhärten sich. Räume, die eine    wirkliche Begegnung ermöglichen, werden immer kleiner und unbedeutender.

   „Meine Sprache heißt Wut“ ist ein Experiment, bei dem drei Performer*innen, mit Hilfe von    AI-generierten Persönlichkeiten, in verschiedene Algorithmen von TikTok    eintauchen. Schnell radikalisieren sich die kreierten Charaktere, aber auch die    Performer*innen selbst sind ständig gezwungen, ihre eigene politische Position    zu hinterfragen. Gemeinsam mit dem Publikum ringen sie um politische    Identitäten und Meinungen, stoßen sich ab und verschmelzen beinahe in einer gemeinsamen    Wut über die Wirklichkeit.

   Textrecherche und Konzeption: Ensemble
Autorin: Reihaneh Youzbashi Dizaji
Regie: İrem Aydın
Regieassistenz: Derya Reinalda
Videoprojektion Design: Keny Chan
Mit: Freya Kreutzkam, Lukas David Schmidt, Jonas Broxtermann

Sprache: Deutsch

No items found.